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Hilfe zu Ovid und Orpheus
 
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Gast






BeitragVerfasst am: 01. Dez 2005 16:08    Titel: Hilfe zu Ovid und Orpheus Antworten mit Zitat

hey lateiner...
wir machen in Latein grad den Text Orpheus und Eurydike aus Ovids Metamorphosen X von zeile 1-48 und nun sollen wir uns zu der sprachlichen Presentation zu den Unterweltsakteuren äußern.
die 2. aufgabe ist dann zu sagen, welches interesse der DICHTER ovid an der Gestalt des SÄNGERS orpheus hatte... und dann noch die angaben
carmen=Lied, Gedicht
Vates=Dichter,Sänger

Könntet ihr mir da vllt ein paar sachen zu sagen? weiss nich wirklich, was ich da schreiben soll, zumal ich nich weiss ob sich das sprachliche jetzt nur auf das lateinische oder auch auf das deutsche bezieht...
deshalb hier einmal der lateinische text und einmal die deutsche übersetzung...

1 Inde per inmensum croceo velatus amictu
2 aethera digreditur Ciconumque_Hymenaeus ad oras
3 tendit et Orphea nequiquam voce vocatur.
4 Adfuit ille quidem, sed nec sollemnia verba
5 nec laetos vultus nec felix attulit omen.
6 Fax quoque, quam tenuit, lacrimoso stridula fumo
7 usque fuit nullosque_invenit motibus ignes.
8 Exitus auspicio gravior. Nam nupta per herbas
9 dum nova Naiadum turba comitata vagatur,
10 occidit, in talum serpentis dente recepto.
11 Quam satis ad superas postquam Rhodopeius auras
12 deflevit vates, ne non temptaret et umbras,
13 ad Styga Taenaria_est ausus descendere porta
14 perque leves populos simulacraque functa sepulcro
15 Persephonen adiit inamoenaque regna tenentem
16 umbrarum dominum. Pulsisque_ad carmina nervis
17 sic ait: "O positi sub terra numina mundi,
18 in quem reccidimus, quidquid mortale creamur,
19 si licet et falsi positis ambagibus oris,
20 vera loqui sinitis: non huc, ut opaca viderem
21 Tartara, descendi, nec uti villosa colubris
22 terna Medusaei vincirem guttura monstri;
23 causa viae_est coniunx, in quam calcata venenum
24 vipera diffudit crescentesque_abstulit annos.
25 Posse pati volui nec me temptasse negabo:
26 vicit Amor. Supera deus hic bene notus in ora_est;
27 an sit et hic, dubito. Sed et hic tamen auguror esse,
28 famaque si veteris non est mentita rapinae,
29 vos quoque iunxit Amor. Per ego_haec loca plena timoris,
30 per chaos hoc ingens vastique silentia regni,
31 Eurydices, oro, properata retexite fata;
32 omnes debemur vobis, paulumque morati
33 serius aut citius sedem properamus ad unam.
34 Tendimus huc omnes, haec est domus ultima, vosque
35 humani generis longissima regna tenetis.
36 Haec quoque, cum iustos matura peregerit annos,
37 iuris erit vestri: pro munere poscimus usum.
38 Quod si fata negant veniam pro coniuge, certum_est
39 nolle redire mihi: leto gaudete duorum."
40 Talia dicentem nervosque_ad verba moventem
41 exsangues flebant animae; nec Tantalus undam
42 captavit refugam, stupuitque_Ixionis orbis,
43 nec carpsere iecur volucres, urnisque vacarunt
44 Belides, inque tuo sedisti, Sisyphe, saxo.
45 Tunc primum lacrimis victarum carmine fama_est
46 Eumenidum maduisse genas. Nec regia coniunx
47 sustinet oranti nec, qui regit ima, negare,
48 Eurydicenque vocant.

Von dort schreitet Hymenaeus, gehüllt in einen safrangelben Mantel, durch den unermeßlichen Äther dahin und eilt zu den Küsten der Kikonen und wird vergeblich von der Stimme des Orpheus angerufen. Jener war zwar da, aber weder feierliche Worte noch frohe Blicke noch ein glückliches Vorzeichen brachte er mit. Auch die Fackel, die er heilt, zischte fortwährend unter tränenerregendem Rauch und fing trotz des Schwingens nicht richtig Feuer. Der Ausgang war noch schlimmer als das Vorzeichen: Denn während die Neuvermählte, begleitet von einer Schar Najaden, über die Wiesen wanderte, starb sie, nachdem sie den Giftzahn der Schlange am Knöchel aufgenommen hatte.
Nachdem der Sänger vom Rhodopegebirge sie auf der Oberwelt genug beweint hatte, wagte er es, um es auch bei den Schatten zu versuchen, durch Tänaros Tor zur Styx hinunterzusteigen, und wandte sich durch die leichten Scharen und die Schattenbilder der Begrabenen an Persephone und den Herrn der Schatten, der das düstere Reich beherrscht; (und) er schlägt zum Lied die Saiten und singt so: "O ihr Gottheiten der Welt, die unter der Erde liegt, in die wir alle hinabsinken, die wir sterblich geschaffen werden: wenn es gestattet ist und ihr ohne Ausflüchte einer trügerischen Rede die Wahrheit sagen laßt, (so wisset,) ich bin nicht hierher herabgestiegen, um den finsteren Tartaros zu sehen, auch nicht, um die von Schlangen umringelten drei Hälse des Ungeheuers (ähnlich) der Medusa zu fesseln: Der Grund für meinen Weg ist die Gattin, in die eine Viper, auf die sie trat, ihr Gift verspritzte und (ihr) die Jugendjahre nahm. Ich wollte, ich könnte es ertragen, und will auch nicht leugnen, es versucht zu haben: (aber) Amor hat gesiegt. Dieser Gott ist in der Oberwelt gut bekannt; ob er es auch hier ist, bin ich nicht sicher. Doch ich glaube, dass er es dennoch auch hier ist; und wenn die Kunde vom alten Raub nicht erlogen ist, hat auch euch Amor verbunden. Bei dieser Gegend voll des Grauens, bei diesem ungeheuren leeren Raum und der Stille des öden Reiches, macht, bitte, den vorzeitigen Tod Euydices rückgängig! Alle gehören wir euch, und wenn wir kurz (auf Erden) verweilt haben, eilen wir früher oder später zu diesem einen Wohnsitz. Hierher begeben wir uns alle, das ist (unser) letztes Haus, und ihr haltet die längste Herrschaft über das Menschengeschlecht inne. Auch diese (meine Frau) wird, wenn sie bis ins hohe Alter die (ihr) gebührenden Jahre verlebt hat, in eurer Gewalt sein. Statt eines Geschenkes erbitten wir die Nutznießung. Wenn aber das Schicksal diese Begnadigung meiner Gattin verweigert, (dann) bin ich fest entschlossen, nicht (von hier) zurückkehren zu wollen: (dann) freut euch am Tod von zweien!"
Während er solches sang und zu den Worten die Saiten rührte, weinten die blutlosen Seelen über ihn. Weder haschte Tantalus nach der zurückweisenden Woge, und das Rad Ixions hielt gebannt inne, noch fraßen die Vögel die Leber, und die Beliden ließen die Gefäße ruhen, und du, Sisyphus, saßest auf deinem Stein. Daß damals zum erstenmal die Wangen der Eumeniden, die durch das Lied bewegt worden waren, von Tränen überströmt waren, geht die Sage; weder bringt es die königliche Gattin noch der Herrscher über die Unterwelt über sich, dem Bittenden eine abschlägige Antwort zu geben, und sie rufen Eurydice.

Danke schon mal im Vorraus...
Orpheus
Gast





BeitragVerfasst am: 07. Mai 2009 14:21    Titel: Danke Antworten mit Zitat

Danke für die übersetzung Augenzwinkern
EyesLikeIce
Civis


Anmeldungsdatum: 09.04.2009
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 21. Mai 2009 12:52    Titel: Antworten mit Zitat

Also, ich verstehe die 2. Frage nicht ganz? Wieso sollte ein Dichter kein Interesse an einem Sänger haben?
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