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greekster Aedilis
Anmeldungsdatum: 20.07.2008 Beiträge: 110 Wohnort: mittlere Großstadt
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Verfasst am: 14. Feb 2009 18:12 Titel: |
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@takeshi
dass du den stein mitgenommen hättest, würde ich dir, an hand des vergleichs mit dem fuß im bild, auch nicht zutrauen. der wiegt einiges und ist nicht unbedingt fürs handgepäck geeignet.
aber wenn dich der stein so sehr interessiert würde ich tatsächlich mal in einem museum vorbeischauen...
es gibt da ja so einige in deutschland...in berlin, in münchen die alte glyptothek und die staatlichen antikensammlungen, das liebighaus in frankfurt am main, die antikensammlung schloss wilhelmshöhe in kassel...
zum thema, dass den wächter das nicht interessiert hat...vermutlich schleppt ihn allenthalben ein tourist zu dem stein...und ich weiß nicht wie das in der türkei ist, von wegen schutz von antiken stätten, aber in griechenland zB kannst du in einer ausgrabung einen stein nicht mal mit dem fingernagel zufällig streifen, ohne dass du gleich von den aufsehern einen auf den hut kriegst...
die kriegen ja schon einen koller, wenn du nur laut lachst (museum in epidauros zB), so wichtig ist ihnen ihr kulturerbe...spiegelt sich auch in der benennung ihrer straßen wieder...
übrigens würde ich mit meinem vergleichsweise noch geringen fachwissen; (ich muss die entwicklung der schrift mir doch mal genauer ansehen!!!) sagen, dass der stein eher jünger ist...weil man ein "C" darauf erkennen kann, das die Griechen noch nicht hatten, sondern erst von den Römern eingeführt wurde...in griechischen Schriften kann man allerdings manchmal aber auch ein "C" als Ersatz für ein Σ (S) sehen, was hier nicht der Fall ist, weil das Sigma, so heißt der Buchstabe, in "normalem" Griechisch geschrieben ist.
Was ich aber interessant finde, is das Dreieck unter der Schrift, auf dem die Eckpunkte markiert sind...
Darf man fragen, wo sich der Stein befindet? _________________ Stil ist mein Beruf  |
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Mulan Servus
Anmeldungsdatum: 17.02.2009 Beiträge: 10
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Verfasst am: 17. Feb 2009 10:16 Titel: |
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Hi,
ich bin kein Griechisch-Experte und auch kein Paläograph - aber ich habe den vagen Eindruck, dass mit dem Stein etwas nicht stimmt. Es gibt einerseits antike Buchstabenformen, z.B. das C welches im Altgriechischen wohl auch dem Gamma entsprechen könnte sowie möglicherweise das sog. Koppa (3. u. 5. Zeile), welches im Text aber auch ein schmal geratenes Rho sein kann. Ist also unklar. Man kann u.a. mal hier schauen: http://www.ancientscripts.com/greek.html oder auch hier: http://www.proel.org/index.php?pagina=alfabetos/gantiguo bzw. hier http://www.proel.org/index.php?pagina=alfabetos/gclasico
http://de.wikipedia.org/wiki/Griechische_Paläografie
... Und dann das, was ich für ein Omega halte (W-ähnlich, siehe 3. und 5. Zeile), wobei diese Form irgendwie eher der mittelalterliche Uncial-Form recht ähnlich sieht. In den Tabellen der genannten Links findet man diese Form des Omega nicht , sondern erst, nachdem neben einer reinen Majuskel-Schrift auch Minuskelformen entstanden sind. Der "Rest" des Textes entspricht ja ansonsten der altgriechischen Majuskel bzw. Monumentalschrift. Das Omega düprfte also eher einer Minuskelform entsprechen und nicht der Majuskel-form, in der der Text scheinbar gehalten ist. ... Auch das C für des Sigma gehört m.W. eher in die Unziale Form, d.h. ins Mittelalter.
Aber ich will mich da absolut nicht festlegen, da es ja auch gut möglich ist, dass beide formen in einem Text vorkommen können, weil es eigentlich immer schriftstilistisch Grenzüberschreitungen und Mischungen gab.
ciao!
Mulan |
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