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Knut Hacker Gast
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Verfasst am: 20. Feb 2011 16:45 Titel: |
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| Euridike hat Folgendes geschrieben: | | Sowohl kontrahierte als auch unkontrahierte Formen sind im Altgriechischen geläufig |
Nur bei Homer! |
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Knut Hacker Gast
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Verfasst am: 20. Feb 2011 16:46 Titel: |
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| Euridike hat Folgendes geschrieben: | | EurIdike |
Warum? |
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Euridike Gast
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Verfasst am: 22. Feb 2011 09:51 Titel: |
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Nur bei Homer? - Blödsinn.
Xenophon, Hippokrates, Herodot und und und. Eigentlich ist es nur Platon, der die kontrahierten Formen quasi ausschließlich setzt, aber selbst da sind mir schon unkontrahierte untergekommen. |
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Knut Hacker Gast
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Verfasst am: 22. Feb 2011 18:06 Titel: |
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Meine erste Frage hast Du leider nicht beantwortet.
Die von dir angeführten Schriftsteller hatten wir alle in der Schule gelesen.Wir hatten damals noch sechs Jahre Griechisch mit jeweils sechs Wochenstunden und mussten in den ersten Jahren auch noch vom Deutschen ins Griechische übersetzten. Wehe, wir hätten nicht kontrahiert!
Ich kann dir aus dieser Schulerfahrung leider nur insofern recht geben, als Herodot die Verben auf -όω (aber auch nur diese) unkontrahiert ließ. Auch meine beiden Söhne hatten Griechisch - in der neuen Form des Unterrichts - gewählt.Sie bestätigen mich. Schließlich habe ich auch beim einzigen Klassenkameraden, der Altphilologe studiert hat, nachgefragt und bei dem Bruder eines Klassenkameraden, der ebenfalls an meinem Gymnasium Griechisch unterrichtet hat. Sie haben mich ebenfalls bestätigt.
Was soll also deine seltsame Art der Kommunikation, habe ich dir denn irgendetwas angetan?
Im Neugriechischen werden die Verben auf -άω gerne unkontrahiert gelassen und auch die auf -έω mit diesen Endungen gerne gebildet (die auf -όω enden auf -ώνω) |
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Euridike Gast
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Verfasst am: 22. Feb 2011 19:55 Titel: |
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1. Ich muss nicht alles beantworten und erst recht nicht meine Namenswahl und deren Schreibweise rechtfertigen.
2. kontrahierte Formen sind in Wörterbüchern unmöglich zu finden, wenn man nicht weiß, wie die unkontrahierten Formen gebildet werden.
3. hatte dein Altphilologen-Bekannter entweder Latein als Schwerpunkt oder hat ein anderes Griechisch-Studium absolviert als ich.
4. Herodot: Καίτοι τυράννου ὕβριν φεύγοντας ἄνδρας ἐς δήμου ἀκολάστου ὕβριν πεσεῖν ἐστι οὐδαμῶς ἀνασχετόν· ὁ μὲν γὰρ εἴ τι ποιέει, γινώσκων ποιέει, τῷ δὲ οὐδὲ γινώσκειν ἔνι;
Hipokrates: Ει γαρ σεληνην τε καθαιρεειν και ηλιον αφανιζειν και χειμωνα τε και ευδιην ποιεειν και ομβρους και αυχμους και θαλασσαν αφορον και ...
um nur zwei Stellen allein mit dem Verb "ποιέω" darzustellen.
5. "Habe ich dir denn irgendwas angetan?" - Ja. Deine Art der Belehrung wirkt auf mich unhöflich. |
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Knut Hacker Gast
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Verfasst am: 23. Feb 2011 18:31 Titel: |
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Wenn du Diskussion als Belehrung auffasst, dann hast Du ein Problem, mit dem du allein fertig werden musst, nicht in einem Diskussionsforum.
Zu deinen Beispielen kann ich nur auf Paragraph 132 meiner griechischen Schulgrammatik von Dr Hans Färber verweisen, wonach es sich bei den unkontrahierten Endungen lediglich um lautethymologische Reduktionen handele, die nie gesprochen worden seien. Auch Homer habe sie nicht so verwandt, sondern lediglich aus versrhythmischen Gründen Dehnungen vorgenommen. Soweit im überlieferten Schrifttum vereinzelt unkontrahierte Formen zu finden seien, handele es sich um nachträgliche Veränderungen durch Abschreiber in der Spätantike unter dem Einfluss der Koiné , die bereits so sprachanalytisch gelehrt worden sei wie heute das Altegriechische an den Gymnasien.
Ich bitte in aller Höflichkeit, dies zur Kenntnis zu nehmen und nicht als Schulmeisterei aufzufassen.
Was deinen Nick-name betrifft, so bleibt es dir selbstverständlich unbenommen, einen antiken Namen in veränderter Orthographie zu verwenden. Aber du wirst damit leben müssen, dass Du dich damit dem Verdacht eines Versehens aussetzt. Da du auf meinen ersten Hinweis nicht reagiert hattest, ging ich davon aus, dass du damit etwas ausdrücken wolltest. Und da ich zu dumm bin, dies zu erkennen, habe ich mir erlaubt, bei dir noch einmal nachzufragen. |
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Das Thema
- mal wieder - ein TATTOO
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