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ayumiko Quaestor
Anmeldungsdatum: 30.06.2010 Beiträge: 71
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Verfasst am: 04. Jul 2010 22:11 Titel: |
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hmm, ich kenn es eigentlich nur so, dass der Hauptprüfer die Kurse gibt und sowohl Klausur als auch mündliche an der Uni stattfinden. Es ist aber dennoch eine staatliche Ergänzungsprüfung, da nur die Ausführung an der Uni ist, die Anmeldungen und Organisation etc. aber über das jeweilige Landesministerium laufen. |
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TonjaSchneider Aedilis
Anmeldungsdatum: 07.06.2010 Beiträge: 133 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 05. Jul 2010 15:39 Titel: |
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mal eine frage:
welche voraussetzungen muss man eigentlich erfüllen, um an einer uni angenommen zu werden? welchen abiturschnitt muss man z.B. haben oder muss man eine aufnahmeprüfung bestehen ...??? |
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ayumiko Quaestor
Anmeldungsdatum: 30.06.2010 Beiträge: 71
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Verfasst am: 05. Jul 2010 15:48 Titel: |
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Liebe Tonja,
dazu gibt es keine pauschale Antwort. Also Grundvoraussetzung ist Abitur oder Fachabitur, deutsche Staatsbürgerschaft bzw. EU-Staatsbürgerschaft. Für alle anderen gelten besondere Bestimmungen, aber ich gehe mal davon aus, dass die beiden Voraussetzungen bei dir gegeben sind.
Was die Abinoten angeht, da unterscheiden sich die einzelnen Unis ganz gewaltig. In der Regel ist es so, dass eine Zulassungsbeschränkung ( auch NC = Numerus Clausus genannt) nur für Fächer gilt, in denen der Andrang besonders hoch ist, wie z.B. Germanistik, Anglistik, Sport, Geographie. Auch Aufnahmeprüfungen sind mir nur in Fremdsprachen bekannt, wo es gilt festzustellen ob das Niveau reicht, um am Studiengang teilzunehmen, diese sind aber eher selten.
Der Andrang in Latein ist in der Regel eher überschaubar, weswegen an den meisten Unis gar kein NC festgesetzt ist (auch keine Aufnahmeprüfung). Sprich: alle, die sich bewerben werden auch genommen. Das kann aber von Uni zu Uni und von Fach zu Fach sehr unterschiedlich sein, weswegen es sich empfiehlt, entweder bei den Unis selbst (im Studentensekretariat) anzurufen, oder aber die Webseiten zu durchstöbern und gezielt nach NCs von der jeweiligen Uni und dem Fach zu fragen/suchen.
Wichtig ist nur, dass du die Bewerbungsfristen für Erstsemester einhältst. Die sind gerne mal zum 15.7. (um im Wintersemester anzufangen) oder zum 15.2. (um im Sommersemester anzufangen). Bis zu diesem Stichtag müssen deine Bewerbungsunterlagen ANGEKOMMEN sein. Es gilt nicht der Versendungstag, sondern das Eintreffen. Die Daten und die Bewerbungsvoraussetzungen stehen auf den Webseiten der jeweiligen Unis. Wenn du Hilfe brauchst, sag Bescheid. |
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greekster Aedilis
Anmeldungsdatum: 20.07.2008 Beiträge: 110 Wohnort: mittlere Großstadt
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Verfasst am: 08. Jul 2010 22:08 Titel: |
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um das noch zu ergänzen...manche uni haben einen uniinternen nc...also einen nc, der nicht über die zvs läuft, sondern der einfach uniintern festgelegt wurde...
in der regel läuft es mittlerweil ja jetzt eh so, dass du dich online bewirbst, und die gedruckte version deiner bewerbungsunterlagen dann nocheinmal samt beglaubigten zeugniskopien und allem, was die uni sonst noch so sehen will, hinschickst.
meistens wird man bei der onlinebewerbung auch gleich gezielt nach einzelnen noten gefragt...zB deutsch- und englischnoten (latein-->sprachstudium) in der oberstufe, weil diese dann für einen aufrechnungsschlüssel für den uniinternen nc gebraucht werden.
was prüfungen angeht, so ist es an manchen unis so, dass eine obligatorische einstufungsklausur (uni marburg zB) vorgenommen wird, um eine übersicht über den leistungsstand der erstsemester zu bekommen...
das tut nicht weh, und wenn man da durchfällt ist es auch nicht schlimm, es soll einem ja gezeigt werden, dass man an manchen stellen, noch arbeiten muss, um dem standard der uni zu genügen...bzw meistens schließt sich daran eine sogenannte propädeutik an, in der nochmal versucht wird, alle auf denselben stand zu bringen...
man muss sich nur drauf einstellen, dass das unter umständen die erste klausur ist, in der man 2 stunden ohne wörterbuch auf einen originaltext und fragen zur textsyntax losgelassen wird...wie auch meines wissens in der regel natürlich ohne wörterbuch übersetzt wird...(schließlich sind wir ja die profis ;-P)
für genauere informationen würde ich mich aber ganz konkret mal auf den internetseiten des jeweiligen fachbereichs latein bzw. klassische philologie (je nach dem, was an deiner wunschuni angeboten wird...klassische philologie ist wenn sowohl latein als auch altgriechisch angeboten werden) umschauen, in der regel steht dort etwas, was das vorgehen angeht, auch wenn die altphilologen in der regel dafür bekannt sind, dass ihnen die moderne technik eher suspekt ist.
ansonsten gibt es im impressum sicherlich einen hinweis darauf, welcher dozent für fragen zur verfügung steht, den du dann sicher mal anrufen oder anmailen oder in seiner sprechstunde besuchen kannst, wenn du immer noch fragen hast. |
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Ben Gast
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Verfasst am: 10. Aug 2010 18:49 Titel: |
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Hey!
Ich stehe momentan vor der Entscheidung, ob ich Latein neben Englisch auf Lehramt in Leipzig studieren soll oder nicht.
Lateinunterricht hatte ich von der 8. bis 11. Klasse mit ganz guten Noten. Sicherlich waren die Lateinstunden nicht immer "Sternstunden", aber zwei Dinge haben mich an dem Fach trotzdem besonders gereizt:
1. Der historische Aspekt, also sich Wissen über Leben und Kultur anzueignen
2. das Übersetzen, also einen korrekten Text "zusammenzupuzzeln"
Was mich allerdings zögern lässt, ist die Tatsache, dass seit damals nun 2 Jahre vergangen sind, in denen ich mich überhaupt nicht mit Latein beschäftigt habe und ich befürchte, dass mir diese große "Pause" zum Verhängnis werden könnte, da ich nicht mehr "up to date" bin und neben Latein auch noch mein zweites Fach hätte.
Außerdem müsste ich ja auch noch das Graecum erwerben, was auch noch eine zusätzliche "Last" wäre.
Ich weiß, dass ich über viel Selbstdisziplin verfüge und gut organisiert bin, aber ich weiß halt nicht, ob selbst mir dass zu viel werden könnte.
Wie schätzt ihr das ein? Mache ich mir vielleicht nur zu viele Gedanken?
War jemand vielleicht in einer ähnlichen Situation? |
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greekster Aedilis
Anmeldungsdatum: 20.07.2008 Beiträge: 110 Wohnort: mittlere Großstadt
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Verfasst am: 14. Aug 2010 20:05 Titel: |
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hm,
ich habe auch einige kommilitonen, die latein früher abgegeben haben und es jetzt studieren...die mussten am anfang zwar ein bisschen arbeiten, aber mittlerweile müssten sie wieder drin sein...
eine option wäre ja auch, vor dem studienbeginn ein paar euros zu investieren und jemanden, zB einen lateinstudenten zu engagieren, der einem da wieder ein bisschen reinhilft und bei den übersetzungen über die schulter schaut...meistens ist ja nicht alles verschütt...
vom grundsatz her...wenn du da wirklich (!!) spaß dran hast und du das wirklich willst, müsste es eigentlich gehen.
graecum ist halt so eine sache, ist aber durchaus machbar...kommt natürlich auch drauf an, wie leipzig das handhabt, aber wenn du dir in den semestern, wo du graecum machst nicht zu viele andere lehrveranstaltungen zumutest, geht das eigentlich... |
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einehemaliger Gast
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Verfasst am: 31. Okt 2010 21:08 Titel: |
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Hallo Ben - die Antwort ist vielleicht zu spät, aber dennoch:
Vor mittlerweile fast 20 Jahren stand ich ähnlich da wie du - 2 Jahre ohne Latein... und ich hab es doch studiert, das Graecum nachgemacht - und irgendwann dann auch das Examen.
Letztendlich war es eigentlich eher ein Vorteil: ich kam nämlich nicht wie manch andere mit 9 Jahren Latein vom humanistisches Gymnasium, sondern mit 5 Jahren nur knapp die Hälfte - und damit war ich nicht der Meinung ich könnte alles...
Der Unterschied auf sprachlicher Ebene war übrigens gar nicht so groß: denn die 2 Jahre Kollegstufe sind hier oft nur Wörterbuchwälzkompetenz.. vom "Sekundärwissen" gesehen, d.h. Kultur, Geschichte, etc., wusste ich aber wirklich viel weniger.
Kurz gesagt:
Wenn es das ist was du willst: tu es!
Du bist garantiert nicht der einzige.
... Enttäuschungen am Anfang sind aber garantiert(allerdings auch bei denen die direkt vor dem Studium 9 Jahre am Stück Latein hatten), und ein starker Durchhaltewillen ist nötig...
Und irgendwann kommt dann (erschreckenderweise nicht bei allen!) der Zeitpunkt an dem man realisiert: Lateinische Texte kann man wirklich "lesen" und nicht nur "übersetzen" - erst dann macht die Sache Sinn! |
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Sinistra Servus
Anmeldungsdatum: 11.11.2010 Beiträge: 2
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Verfasst am: 11. Nov 2010 21:10 Titel: |
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Hallo,
| Zitat: | | Ich stehe momentan vor der Entscheidung, ob ich Latein neben Englisch auf Lehramt in Leipzig studieren soll |
ich habe in Leipzig Latein studiert und dort auch mein 1. Examen gemacht... ich habe SEHR gerne dort gelebt... und sehr ungerne dort Latein studiert... von Anfang an wurde uns klar gesagt, dass es KEIN Lehramtstudium ist, sondern ein Philologie-Studium und so bin ich in der Tat absolut schulfremd ausgebildet worden... das war im Referendariat ein ganz schöner Sprung...
in meinem Zweitfach habe ich mcih deutlich wohler gefühlt...
ein Studium, dass nur von Stilübungen und Graecum bestimmt war, war einfach nicht das, was ich mir unter einem Lateinstudium vorgestellt habe und wenn cih heute vergleiche, was meine Kollegen im Studium gemacht haben in anderen Städten, Dinge wie Mythologie und Geschichte (da hieß es in Leipzig: Lesen sie selbst nach bzw. gehen sie zu den Archäologen) dann kann ich mich nur wundern....
vielleicht war ich aber auch einfach nicht genug Streber ;-)
grüße
sinistra |
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woosh Gast
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Verfasst am: 11. Nov 2010 21:27 Titel: |
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Wie schön, das ist genau meine Fächerkombination, die ich in Leipzig studiert habe! Die Anglistik war großartig. Ich hab's durch und durch geliebt. Latein war ein wenig befremdlicher aber durchaus machbar.
Das Lateinstudium besteht nunmal zu großen Teilen aus Sprach- und Stilübungen, da muss man durch. An jeder Uni. Und das Graecum gehört auch an jeder Uni dazu. Ich fand nicht, dass man schlecht ausgebildet wurde für den Lehramtsjob, zumindest ist es mir nicht so schwer gefallen. Und was Geschichte und Mythologie angeht, da find ich auch, dass das Angebot riesig war. Und ich muss dazu sagen: an kaum einer Uni musste man so wenig Pflichtscheine machen (das wird vermutlich jetzt anders sein mit Bachelor) also da blieb wahrlich viel Zeit um sich noch andere Sachen anzuhören.
Ich kann Leipzig nur empfehlen. Und wenn du Herrn Ronthaler triffst: liebe Grüße, der Mann war mein Anglistik-Lichtblick! |
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Sinistra Servus
Anmeldungsdatum: 11.11.2010 Beiträge: 2
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Verfasst am: 12. Nov 2010 20:32 Titel: |
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soweit ich weiß gibt es inzwischen auch Unis mit "Griechisch-Kenntnissen"... ich habe zweitweise mehr Griechisch gemacht als latein... das war so richtig ätzend... und ich habe ein 1,5-Graecum gemacht und habe alles wieder vergessen und NIE wieder auch nur einen griechischen Buchstaben gebraucht, es war ein Geacker für nix...
wann hast du denn in Leipzig studiert? mein studium ist noch nicht lange her und es gab NUR Übersetzungsangebote in Latein und sonst nix...
und was die Examen angeht... ich bin jetzt in einem anderen Bundesland und die haben hier z.T. nur die HÄlfte der Prüfungen gemacht, die ich in Latein gemacht habe... in beiden Fächern,... da habe ich auch klug geguckt...
und das Niveau der Stilübungen schwankt auch extrem zu dem, was ich von anderen Unis gehört habe... ich bin nur Lehrerin, keine Philologin und nicht mal für den 13L23-Kurs, den ich letztes Jahr einige Monate unterrichtet habe, hätte ich was von der Uni gebrauchen können.... also aktiv auf etwas zurückgreifen können.... anders als in meinem 2. Fach, wo ich regelmäßig Ordner und Bücher aus dem Schrank nehme...
ich mochte die "Stimmung" in Leipzig auch nicht, ich mochte diese weltfremden Dozenten nicht (bis auf die älteren "Damen", die die niedere Arbeit machen durften)...
neee, das ging da alles gar nicht, wenn man kein Streber war,...
ach und was die "Didaktik" anbelangt... da hat man uns ebenfalls wörtlich gesagt: Sie werden hier nichts für die Praxis lernen, dafür haben sie das Referendariat... ich musste die Epa auswendig lernen und solchen Kram... ganz großartig und sehr praxisorientiert...
sinistra |
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woosh Gast
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Verfasst am: 13. Nov 2010 08:17 Titel: |
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Also ich hab an drei Unis in drei verschiedenen Bundesländern studiert: Bayern, Sachsen und Rheinlandpfalz. Und in allen dreien war das Graecum (das variierte zwischen Kursen von 3 Semester und Kursen von zwei Semestern inkl. Semesterferien) vorgeschrieben.
An allen drei Unis war es auch so, dass man erst 1 oder 2 Sprachkurse gemacht hat in denen die grundlegende Grammatik noch einmal durchgenommen hat und anschließend dann noch entweder 1 oder 2 Stilübungskurse kamen. Da die Kurse ja aufeinander aufbauen, hat man die ja auch nicht alle gleichzeitig sondern jeweils einen pro Semester gemacht. Das finde ich persönlich echt nicht zu viel verlangt.
Ich brauche meine Ordner regelmäßig, um vernünftige Texte für Klassenarbeiten von Deutsch auf Latein aufzusetzen, da ich keine vorgefertigen Texte aus dem Schulbuch nehme. Das könnte ich sicher nicht, wenn ich im Studium nur gelernt hätte von Latein auf Deutsch zu übersetzen aber nicht vice versa. Latein funktioniert ja nicht von in eine Richtung in die andere. Ich bin zumindest der Meinung, ein Lehrer MUSS die Sprache auch aktiv beherrschen und nicht nur passiv.
Was das Graecum angeht, da scheiden sich die Geister. Ich habe auch geflucht, als ich es machen musste, aber im Nachhinein muss ich sagen, dass es mir wirklich was gebracht hat, um die lateinische Grammatik besser zu verstehen - immerhin ist die ja zu großen Teilen aus dem Griechischen entstanden. Ich muss aber auch zugeben, dass ich immer wieder mal in Platon oder Xenophon reinschaue und aus Spass paar Sätze übersetze, um es einfach nicht ganz zu vergessen. Eine Sprache bleibt nunmal nur im Kopf, wenn man sie regelmäßig verwendet.
Ein Streber war ich ganz sicher auch nicht. Dazu hat Leipzig viel zu viele Ablenkunsmöglichkeiten, aber mir haben beide Sprachen und die Kultur Spass gemacht, von daher hab ich mich auch nie über das Niveau der Stilübungen aufgeregt. Ich fand das prima. Es ist Arbeit, keine Frage, aber es war ja nur zu meinem persönlichen Nutzen.
Ich bin 2005 aus Leipzig weg. Also ich war grad noch so bei den letzten bevor alles auf Bachelor umgestellt wurde. Von daher weiß ich nicht, was sie für Bologna zusammengebastelt haben.
Was ich aber durchaus sagen kann ist, dass kaum eine Uni in Deutschland wirklich auf den Lehrerberuf vorbereitet. Dazu sind die Unis einfach nicht ausgelegt. Man kann nicht Magister- und Lehramtsstudenten gleichzeitig in Seminaren unterrichten und dann erwarten, dass die Magister am Ende total gut forschen können und die Lehrer total gut unterrichten können. Man hat sich halt einfach irgendwann auf die Magisterschiene geeinigt und die Lehrer können schauen wo sie bleiben.
Meines Erachtens wäre es viel sinnvoller beide Studiengänge voneinander zu trennen und eine eigene Hochschule für Lehrer einzuführen, das wird aber in diesem Leben mit dieser Regierung nicht passieren, also muss man das beste draus machen. Und das kann man in Leipzig allemal  |
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Sinistrasi Gast
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Verfasst am: 13. Nov 2010 19:12 Titel: |
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| Zitat: | | An allen drei Unis war es auch so, dass man erst 1 oder 2 Sprachkurse gemacht hat in denen die grundlegende Grammatik noch einmal durchgenommen hat und anschließend dann noch entweder 1 oder 2 Stilübungskurse kamen. Da die Kurse ja aufeinander aufbauen, |
Sprachkurse = Stilübungen? dann würde sich das nicht mit dem decken, was ich in Leipzig gemacht habe und ich finde es schon einen ziemlichen Unterschied, ob man 3 oder 4 machen muss zumal sich auch das Niveau in den Stilübungen nach dem, was ich bisher gehört habe, MASSIV unterschied...
wir haben in Stil II eine Studentin gehabt, die aus Marburg kam und meinte, das wäre Marburger stil III-Niveau... *schulterzuck*
ist mir auch wurscht... ich liebe Leipzig, ich habe dort auch gerne studiert und an der Uni später auch gearbeitet kurze Zeit... aber bei diesem fantastischen erzkonservativen Prof würde ich NIE wieder studieren wollen...
ich bin übrigens später weg,... aber auch noch mit Staatsexamen... dann dürften wir uns auch nicht kennen ...
sinistra |
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Goldenhind Administrator
Anmeldungsdatum: 28.03.2006 Beiträge: 1085 Wohnort: Bremen
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Verfasst am: 13. Nov 2010 21:04 Titel: |
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Also ich habe zwar kein Latein studiert, aber ich möchte Woosh ausdrücklich recht geben, dass ein Lateinlehrer unbedingt auch aktiv die lateinische Sprache beherrschen können sollte.
Ich habe die starke Vermutung, dass der rein auf das passive Beherrschen des Lateinischen ausgerichtete Unterricht dazu führt, dass die Schüler am Ende ihrer Schulzeit Latein passiv schlechter beherrschen, als wenn sie es auch aktiv gelernt hätten.
Ich hatte in der Schule jeweils 5 Jahre lang Französisch (von der 7.-11. Klasse) und Latein (von der 9.-13., abgeschlossen mit großem Latinum). In Französisch, das wir natürlich vor allem aktiv gelernt haben, haben wir bereits im vierten Lernjahr angefangen ganze Bücher zu lesen. Nach den 5 Jahren war ich in der Lage, Bücher von Stendhal, Dumas, Camus u.a. flüssig im Original zu lesen.
Im Lateinunterricht haben wir nie ganze Bücher gelesen, sondern bis zum Schluss immer nur kurze Abschnitte übersetzt. Ich möchte behaupten, dass am Ende der 13. Klasse (und in meinem Leistungskurs waren hauptsächlich Leute, die schon seit der 7. Klasse Latein hatten) niemand von uns in der Lage war, einen lateinischen Originaltext einfach zu lesen und so zu verstehen, dass man ihn mit eigenen Worten hätte wiedergeben können. Bis heute lese ich lateinische Texte nur in zweisprachigen Ausgaben und eigentlich erst dadurch, dass ich nach der Schulzeit u.a. die komplette Aeneis und die Metamorphosen gelesen habe, komme ich so langsam an den Punkt, da ich auch einen lateinischen Text wirklich lesen kann.
Es ist vermutlich so, dass Latein (für einen Deutschmuttersprachler) schwieriger zu lernen ist als Französisch, aber ich finde diesen Vergleich bedenklich.
Wenn jetzt ein angehender Lateinlehrer nicht im Studium gründlich lernen würde, Latein aktiv anzuwenden, würde er es vermutlich auch selbst niemals hinreichend passiv beherrschen. Dies scheint mir auch "einehemaliger" anzudeuten, wenn er beschreibt, dass selbst manch ein Lateinstudent nie an den Punkt kommt, wo er lateinische Texte richtig lesen kann.
Ich jedenfalls würde zu gerne mal ein Experiment sehen, bei dem Schulklassen Latein so beigebracht bekommen, wie man heute moderne Fremdsprachen lehrt und dann am Ende vergleichen, ob diese nicht schneller und besser lateinische Texte übersetzen könnten, als diejenigen, die es auf klassische Weise gelernt haben.
MfG Goldenhind |
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woosh Gast
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Verfasst am: 13. Nov 2010 21:17 Titel: |
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also ich bin mit Deufi gut ausgekommen, er ist halt durch und durch Philologe, damit muss man halt leben. Aber dafür hat man ja Fr. N. und Fr. V. und ich hab echt noch nirgends eine urigere Person kennengelernt als diese knuffige Dame mit ihren Hörgeräten Ich fand die toll.
Und ob die Dinger jetzt Lat Grammatik, Sprachkurs oder Stilübung I-X heißen ist effektiv gehupt wie gesprungen. Der Inhalt ist überall der gleiche. Erst Basic-Grammatik Wiederholung, dann die ganzen Nebensätze, dann Gerundium /Gerundivum, Modi im HS und irgendwann noch Orat. Obl. Und am Ende muss man halt alles beherrschen. Wie die Unis das nun alle nennen und ob sie den Stoff in 3 oder 4 Kurse aufteilen oder ob es zusätzlich zu den Stilübungen noch gesonderte Klausurenkurse gibt...die Materie bleibt die gleiche. Latein wird ja nicht neu erfunden, nur weil man an ner anderen Uni ist und am Ende muss man so oder so alles abgedeckt haben. Aber gut, Geschmäcker sind verschieden. Ich fand es überhaupt nicht schlimm und auch nicht mega arbeitsintensiv. Im Gegenteil, die Summe der Scheine war echt überschaubar im Verhältnis zu denen, die ich in Rheinlandpfalz hätte machen müssen ...
Aber gut, jedem steht sein Urteil frei
Hauptsache wir haben's StEx in der Tasche und alles ist hübsch. |
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Lateinstudium
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