Goldenhind Administrator
Anmeldungsdatum: 28.03.2006 Beiträge: 1085 Wohnort: Bremen
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Verfasst am: 31. Mai 2009 14:26 Titel: |
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Wie seinerzeit versprochen, möchte ich mal von meinen Erfahrungen als Autodidakt berichten:
Ich habe vor ziemlich genau einem Jahr begonnen, das Lehrbuch Hellas mit seinen 150 Lektionen und den Online-Kurs von Gottwein mit 100 Lektionen durchzuarbeiten. Dabei bin ich so verfahren, dass ich in beiden Werken immer etwa gleich weit war (2 Lektionen Hellas, 1 Gottwein, 1 Hellas, 1 Gottwein und dann wieder von vorne). Heute habe ich die letzte Lektion beendet.
Durch das Arbeiten mit zwei verschiedenen Kursen habe ich praktisch alle grammatikalischen Inhalte zwei mal durchgenommen, was beim Merken sehr hilfreich war. Außerdem habe ich mir die wichtigsten Tabellen und Erklärungen zur Grammatik herausgeschrieben und oft wiederholt.
Der große Vorteil vom Gottweinkurs ist gewesen, dass man dort Übersetzungen und Lösungen zu allen Texten und Aufgaben mitbekommt. Sehr gut fand ich auch die Aufgaben zur Übersetzung vom Deutschen ins Griechische. Kleine Mankos waren, dass die Lektionen in ihrem Stoffumfang teilweise stark variierten (z.B. haben manche Lektionen nur ca. 5 Lernvokabeln und andere über 40) und dass ich bei einigen Vokabeln das Gefühl hatte, dass sie nicht unbedingt zum Grundwortschatz zählen (z.B. κράνειος = aus Hartriegel, aus Kornelkirschholz). Insgesamt wr das Vokablur aber sehr umfangreich, sodass wohl die wichtigen Vokabeln auch fast alle dabei gewesen sein dürften.
An Hellas hat mir vor allem gefallen, dass die Themen äußerst abwechslungsreich waren und Sagen, Theaterstücke, historische Ereignisse, philosophische Fragestellungen und selbst wissenschaftliche Themen umfassten, kurz alles worin die Griechen die Grundlage unserer Kultur gelegt haben. Das Buch ist mit vielen Bildern (oftmals in Farbe) illustiert und es gitb auch viele deutsche Zusatztexte und Informationen. Die Aufgaben zu Grammatik und Wortschatz sind ebenfalls sehr abwechslungsreich und wiederholen immer wieder den Stoff aus früheren Lektionen. Auch das zugehörige Grammatikbuch ist sehr verständlich und übersichtlich gestaltet. Es umfasst zudem auch spezielle Themen, die im eigentlichen Lehrbuch nicht behandelt werden.
Alle 4 Lektionen gibt es einen Zusatztext, der die zuvor gelernten Phänomene aufgreift, aber keinen neuen Stoff umfasst.
Ich muss sagen Hellas ist wirklich so ziemlich das gelungenste Schulbuch, das ich je gesehen habe. Einziges Manko für mich als Autodidakten ist, dass man eben keine Lösungen zur Kontrolle bekommt. In den späteren Lektionen führte das z.T. dazu, dass ich einige Sätze auch nach eingehendem Nachdenken nicht übersetzen konnte.
Jetzt habe ich begonnen, eine bilinguale Ausgabe der äsopischen Fabeln zu lesen und muss sagen, dass ich damit schon recht gut zurechtkomme. In nicht allzuferner Zukunft werde ich wohl auch einmal versuchen, Platon zu lesen.
Alles in Allem war ich also sowohl mit dem Gottweinkurs als auch mit dem Hellaslehrbuch äußerst zufrieden und kann gerade auch die von mir gewählte Kombination der beiden Werke wärmstens empfehlen, weil sie gegenseitig ihre Schwächen perfekt ausgleichen. |
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