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Kantharos oder Hellas?
 
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mercuriosity
Quaestor


Anmeldungsdatum: 14.05.2005
Beiträge: 68
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BeitragVerfasst am: 10. Okt 2007 09:35    Titel: Antworten mit Zitat

@Pigro:
Danke für den Tipp.

Ich habe mich mittlerweile für Hellas entschieden und bin sehr zufrieden damit. Der Gottwein-Kurs hat mich durch die Grammatik geführt und jetzt lese ich die Hellas-Texte als ergänzendes Material.

@Naluara:
Machst du eigentlich auch noch Griechisch?

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Vladi
Servus


Anmeldungsdatum: 30.01.2008
Beiträge: 3
Wohnort: Tschechische Republik

BeitragVerfasst am: 30. Jan 2008 18:55    Titel: Re: Kantharos oder Hellas? Antworten mit Zitat

Hallo,
Kantharos ist ein kompliziertes Lehrbuch, wenn Du keinen Lehrer hast. Zu schwierig fuer die Autodidakten. Mir sind Hellas oder Kairos empfohlen worden, die sind nicht so anspruchsvoll! Hast du schon ueber das Lehrbuch des Altgriechischen gehoert, das Athenaze heisst? Besuche www.vivariumnovum.it fuer weitere Informationen. Es gibt schon englische und ital. Versionen auf dem Markt( vielleicht schon auch deutsche Version).
Hellas ist auch in der Tschechischen Republik sehr beliebt.
LG, Vladi:o)


Zuletzt bearbeitet von Vladi am 30. Jan 2008 22:41, insgesamt einmal bearbeitet
Vladi
Servus


Anmeldungsdatum: 30.01.2008
Beiträge: 3
Wohnort: Tschechische Republik

BeitragVerfasst am: 30. Jan 2008 19:05    Titel: Re: Kantharos oder Hellas? Antworten mit Zitat

Hallo,
studiert da jemand Latein oder Altgriechisch an der Uni???Oder sind da Leute, die klassische Philologie studieren wollen?:o)
Vladi Rock
Goldenhind
Administrator


Anmeldungsdatum: 28.03.2006
Beiträge: 1085
Wohnort: Bremen

BeitragVerfasst am: 19. Mai 2008 16:18    Titel: Antworten mit Zitat

Nachdem das seinerzeit mit der Griechisch-AG an meiner Schule nicht geklappt hatte und ich in den letzten zwei Jahren mit der Vorbereitung auf das Abitur genug zu tun hatte, habe ich mir nun Hellas und die Kurzgrammatik von Langenscheidt bestellt. Ich bin mal gespannt, ob ich damit klar kommen werde, denn meine bisherigen Erfahrungen als Autodidakt sind eher gering. Wenn ich die ersten Lektionen hinter mir habe, werde ich sicher von meinen Erfahrungen berichten.
mercuriosity
Quaestor


Anmeldungsdatum: 14.05.2005
Beiträge: 68
Wohnort: Frankfurt

BeitragVerfasst am: 20. Mai 2008 11:05    Titel: Antworten mit Zitat

@Vladi:
Danke für deinen Tip, allerdings bin ich bereits mit dem Lernen durch. Vorletzte Woche Freitag hatte ich Graecumsprüfung und habe mit 11 Punkten bestanden Big Laugh
In zwei Wochen folgt noch die mündliche Prüfung, aber mein Prüfer sagt, dass wir das ganz locker angehen werden smile

@Goldenhind:
Kennst du den Online-Altgriechischkurs von Herrn Gottwein? Der ist super, mit dem habe ich die gesamte Grammatik gelernt. Hellas habe ich benutzt, um möglichst vielfältig geartete Texte lesen zu können. Kantharos mag ich immer noch nicht *g*

LG mercury

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Goldenhind
Administrator


Anmeldungsdatum: 28.03.2006
Beiträge: 1085
Wohnort: Bremen

BeitragVerfasst am: 20. Mai 2008 16:32    Titel: Antworten mit Zitat

Klar kenne ich den Gottwein-Kurs. Die Seite ist echt großartig, aber der Kurs ist methodisch natürlich schon etwas trocken. Außerdem lerne ich nicht so gerne am PC.

Wie läuft denn so eine Gracumsprüfung ab? Und wie lange und womit hast du dich darauf vorbereitet?
mercuriosity
Quaestor


Anmeldungsdatum: 14.05.2005
Beiträge: 68
Wohnort: Frankfurt

BeitragVerfasst am: 21. Mai 2008 16:30    Titel: Antworten mit Zitat

Also, es war keine offizielle Graecumsprüfung so wie Studenten sie ablegen, wenn sie für ihr Studium das Graecum nachholen müssen, sondern eine normale schriftliche und mündliche Abiturprüfung, vom Schwierigkeitsgrad her also einfacher als eine Uni-Graecumsprüfung. Um meinen Wunsch durchzusetzen, habe ich im Internet beim Hessischen Kultusministerium (ich mache Zentralabitur in Hessen) ein Dokument gefunden, in dem steht, dass das Graecum in einer Zusatzprüfung erworben werden kann, wenn man drei Jahre Unterricht hatte ODER gleichwertige Kenntnisse nachweisen kann. Letzteres trifft auf mich zu.
Vorbereitet habe ich mich wie gesagt mit dem Gottwein-Kurs und zur textlichen Vertiefung mit dem Hellas Lehrbuch und einem antiquarischen Buch namens Leistungskurs Griechisch Abitur-Prüfungsaufgaben Kollegstufe vom Lindauer Verlag, in dem gute Originaltexte zum Üben mit Arbeitsübersetzung drin sind (habe ich beim Verlag direkt bestellt, guck mal hier und klick links im Frame auf "Griechisch"). Grammatiken habe ich so ziemlich alles benutzt, was es gibt: Das Grammateion, die Ars Graeca, die Langenscheidt Kurzgrammatik von Leo Stock sowie die Hellas Grammatik. Zur Orientierung, ob ich denn nun auch wirklich das lerne, was für die Prüfung relevant ist, habe ich mir aus dem Internet den hessischen Lehrplan heruntergeladen.
Bis ich die ganze Grammatik durchgekloppt hatte, habe ich etwa ein Jahr gebraucht, was wohl an den komplizierten griechischen Verbformen gelegen hat (im Vergleich dazu hat Latein nur ein halbes Jahr gedauert).

Du hast in deinem letzten Beitrag geschrieben, dass du genug mit dem Abitur zu tun hattest. Gehst du noch zur Schule und hast ähnliche Pläne oder suchst du nach einer außerschulischen Möglichkeit, das Graecum zu erwerben?

LG mercury

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Goldenhind
Administrator


Anmeldungsdatum: 28.03.2006
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BeitragVerfasst am: 21. Mai 2008 21:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hatte im April meine Abiprüfungen (bzw. die mündliche im Mai) und warte nun gerade auf meine Ergebnisse, die wir Anfang Juni bekommen werden.
Mir macht Sprachenlernen allgemein viel Spaß, habe in der Schule Englisch, Französisch und Latein gehabt. Vor allem lese ich gerne Bücher im Original, sei es Hemmingway, Camus oder Cicero. Mein Traum ist aber schon seit langem auch irgendwann Plato und Homer lesen zu können (wobei mir klar ist, dass letztere eine archaische Form des Altgriechischen benutzt) und da Griechischlernen bei mir an der Schule leider nicht möglich war und ich jetzt wieder mehr Zeit habe, bin ich das Projekt einfach mal angegangen.
Fürs Studium o.ä. werde ich wohl kein Graecum benötigen, jedenfalls nicht direkt (ich möchte Politologie oder European Studies studieren), aber es wäre natürlich interessant das irgendwann mal zu machen, um einschätzen zu können, wie viel efolgreich man beim Lernen war.

Welche von den Grammatiken kannst du denn empfehlen? Ich habe mir wie gesagt erstmal nur die Langenscheidtkurzgrammatik geholt, weil ich für Latein mit dem Compendium auch bis zum großen Latinum durchgekommen bin, ohne irgendetwas zu vermissen, was ich in der Schule gebraucht hätte. Ich habe aber ein wenig das Gefühl, dass die Langenscheidtgrammatik schon ein wenig sehr mit Erklärungen geizt, weshalb ich eventuell doch noch über die Anschaffung eines umfangreicheren Werkes nachdenken sollte. Ist die Grammatik zu Hellas gut? Ich finde den Preis dafür etwas unverschämt, aber da ich bereits das Lehrbuch habe und mir das soweit gut gefällt, wäre das wohl am sinnvollsten, oder?
mercuriosity
Quaestor


Anmeldungsdatum: 14.05.2005
Beiträge: 68
Wohnort: Frankfurt

BeitragVerfasst am: 21. Mai 2008 22:30    Titel: Antworten mit Zitat

Die Hellas Grammatik finde ich für den Preis definitiv empfehlenswert, da sie nicht nur die Grundgrammatik beinhaltet, sondern auch darüber hinaus ein gesondertes Thema zur Textarbeit, welches Unterthemen wie Texttypik, Textstilistik und Textpragmatik behandelt, was wichtig zu wissen ist, wenn du Originaltexte liest. Um einen Originaltext verstehen zu können, muss man ja verschiedene Dinge wissen: Was für eine Art Text ist es (Texttypik)? Ein Sachtext? eine Trägodie? Dichtung? Vor welchem gesellschaftlichen/politischen Hintergrund ist der Text entstanden? Welche Ansicht vertritt der Autor und von welcher Ansicht will er den Leser folglich überzeugen? Welche Stilmittel wendet er an, um zu überzeugen? Im Zusammenhang damit wird auf die wichtigsten Stilmittel eingegangen.
Übrigens war meine erste Griechischgrammatik auch die von Langenscheidt, und ich muss gestehen, dass das damals ein Fehler war. Ich konnte mit dem Ding überhaupt nichts anfangen und hab es erst mal in die Ecke gepfeffert Big Laugh Dann hab ich mir das Grammateion besorgt, welches für den Anfang weitaus besser geeignet ist, weil es eine Grammatik ist, mit der du lernen sollst; die Langenscheidt Grammatik hingegen ist eher dafür gedacht, wenn du mit dem Lernen bereits fertig bist und schnell etwas nachschlagen willst.
Die Ars Graeca ist unheimlich ausführlich und enthält tausend Angaben zur Herkunft verschiedenster Besonderheiten des Griechischen, als ein Beispiel sei der Schwund des Digamma genannt. Ich glaube, die könnte man sogar getrost im Studium verwenden Augenzwinkern

LG

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greekster
Aedilis


Anmeldungsdatum: 20.07.2008
Beiträge: 110
Wohnort: mittlere Großstadt

BeitragVerfasst am: 20. Jul 2008 19:47    Titel: Antworten mit Zitat

ich habe ein gesamtes (einführungs-) jahr in griechisch mit hellas unter anleitung eines älteren schülers nachgeholt.
das buch ist super...vorallem ist es nicht so chaotisch aufgebaut!
Goldenhind
Administrator


Anmeldungsdatum: 28.03.2006
Beiträge: 1085
Wohnort: Bremen

BeitragVerfasst am: 31. Mai 2009 14:26    Titel: Antworten mit Zitat

Wie seinerzeit versprochen, möchte ich mal von meinen Erfahrungen als Autodidakt berichten:

Ich habe vor ziemlich genau einem Jahr begonnen, das Lehrbuch Hellas mit seinen 150 Lektionen und den Online-Kurs von Gottwein mit 100 Lektionen durchzuarbeiten. Dabei bin ich so verfahren, dass ich in beiden Werken immer etwa gleich weit war (2 Lektionen Hellas, 1 Gottwein, 1 Hellas, 1 Gottwein und dann wieder von vorne). Heute habe ich die letzte Lektion beendet.
Durch das Arbeiten mit zwei verschiedenen Kursen habe ich praktisch alle grammatikalischen Inhalte zwei mal durchgenommen, was beim Merken sehr hilfreich war. Außerdem habe ich mir die wichtigsten Tabellen und Erklärungen zur Grammatik herausgeschrieben und oft wiederholt.

Der große Vorteil vom Gottweinkurs ist gewesen, dass man dort Übersetzungen und Lösungen zu allen Texten und Aufgaben mitbekommt. Sehr gut fand ich auch die Aufgaben zur Übersetzung vom Deutschen ins Griechische. Kleine Mankos waren, dass die Lektionen in ihrem Stoffumfang teilweise stark variierten (z.B. haben manche Lektionen nur ca. 5 Lernvokabeln und andere über 40) und dass ich bei einigen Vokabeln das Gefühl hatte, dass sie nicht unbedingt zum Grundwortschatz zählen (z.B. κράνειος = aus Hartriegel, aus Kornelkirschholz). Insgesamt wr das Vokablur aber sehr umfangreich, sodass wohl die wichtigen Vokabeln auch fast alle dabei gewesen sein dürften.

An Hellas hat mir vor allem gefallen, dass die Themen äußerst abwechslungsreich waren und Sagen, Theaterstücke, historische Ereignisse, philosophische Fragestellungen und selbst wissenschaftliche Themen umfassten, kurz alles worin die Griechen die Grundlage unserer Kultur gelegt haben. Das Buch ist mit vielen Bildern (oftmals in Farbe) illustiert und es gitb auch viele deutsche Zusatztexte und Informationen. Die Aufgaben zu Grammatik und Wortschatz sind ebenfalls sehr abwechslungsreich und wiederholen immer wieder den Stoff aus früheren Lektionen. Auch das zugehörige Grammatikbuch ist sehr verständlich und übersichtlich gestaltet. Es umfasst zudem auch spezielle Themen, die im eigentlichen Lehrbuch nicht behandelt werden.
Alle 4 Lektionen gibt es einen Zusatztext, der die zuvor gelernten Phänomene aufgreift, aber keinen neuen Stoff umfasst.
Ich muss sagen Hellas ist wirklich so ziemlich das gelungenste Schulbuch, das ich je gesehen habe. Einziges Manko für mich als Autodidakten ist, dass man eben keine Lösungen zur Kontrolle bekommt. In den späteren Lektionen führte das z.T. dazu, dass ich einige Sätze auch nach eingehendem Nachdenken nicht übersetzen konnte.

Jetzt habe ich begonnen, eine bilinguale Ausgabe der äsopischen Fabeln zu lesen und muss sagen, dass ich damit schon recht gut zurechtkomme. In nicht allzuferner Zukunft werde ich wohl auch einmal versuchen, Platon zu lesen.

Alles in Allem war ich also sowohl mit dem Gottweinkurs als auch mit dem Hellaslehrbuch äußerst zufrieden und kann gerade auch die von mir gewählte Kombination der beiden Werke wärmstens empfehlen, weil sie gegenseitig ihre Schwächen perfekt ausgleichen.
elifantine
Servus


Anmeldungsdatum: 07.03.2011
Beiträge: 1
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 07. März 2011 20:58    Titel: Kairos Antworten mit Zitat

Hallo!
Ich studiere in der Uni Byzantinistik. Wir lernen mit dem Kantharos. Ich mag dieses Buch eigentlich nicht besonders. Ich lerne für mich selber auch mit dem Gottwein-onlinekurs und habe neuestens das KAIROS (2Bände) entdeckt. Das fnde ich sehr ansprechend. Ich habe es mir letzte Wochen aus unserer Bib ausgeliehen und werd mal schaun, was es denn so zu bieten hat.

LG Elifantine Wink
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