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ayumiko
BeitragVerfasst am: 26. März 2011 21:35    Titel:

Lieber melv,

deine Vermutung stimmt. Es wird nach Fehlerpunkten bewertet. Kleinere Vokabelfehler oder Flüchtigkeitsfehler werden i. d. R. mit einem halben Fehlerpunkt bewertet, richtige Grammatikfehler, z.B. Hauptsatz/Nebensatz-Konstruktion nicht verstanden, falsches Zeitenverhältnis etc. mit einem Fehlerpunkt und gravierende Sinnfehler mit 2 Fehlerpunkten.

In den Latinums Ergänzungsprüfungen ist es üblich dass bei einem Text von 180 Wörtern (in drei Zeitstunden) in etwa 20 Fehlerpunkte gemacht werden dürfen, um eine 4 zu bekommen, das kann aber nach Schwierigkeitsgrad des Textes und dem allgemeinen Spiegel variieren.

LG
Ayumi
melv0
BeitragVerfasst am: 21. März 2011 11:24    Titel: Bewertung von Lateinklausuren

Meine Frage:
Hallo zusammen! Ich musste im Zuge meines Geschichtsstudiums eine funktionale Lateinkenntnisprüfung bewältigen, die aus einem Übersetzungs- und Grammatikteil besteht. Da ich vorher nie Latein hatte und die Durchfallquote in den letzten Semestern bei ~90% lag, habe ich mir teure Nachhilfe besorgt und Monate ins Lernen investiert. Mittlerweile erkenne ich meistens spezielle Konstruktionen (nds, Partizipien, Abl.abs, ACIs/MCIs usf.) und bin auch in der Lage mittelschwere Texte zu erfassen und tendentiell zu übersetzen. Nun, die Prüfung hatten wir letzte Woche und folgender Text kam dran:

"Praetor Lusitaniam et post Galliam ab Alpibus usque et Oceanum bis classe transgressus Britanniam subegit. Cum ei triumphus a Pompeio negaretur, armis eum urbe pulsum in Pharsalia vicit. Capite eius oblato flevit, et honorifice sepeliri fecit. Iubam et Scipionem in Africa, Pompeios iuvenes in Hispania apud Mundam oppidum ingenti proelio vicit. Deinde ignoscendo amicis odia cum armis deposuit. Dictator in perpetuum factus a senatu, in curia Cassio et Bruto caedis auctoribus tribus et viginti vulneribus occisus est; cuius corpore pro rostris posito sol orbem suum celasse dicitur."

Ich weiß, für euch ein Klacks, doch war ich an besagtem Tag schwer erkältet und mein Kopf so zu, dass ich kaum denken konnte. Ich habe einiges falsch gedeutet und am Sinn vorbei geschrieben.
Beispiel: Deinde ignoscendo amicis odia cum armis deposuit
- Darauf zog er sich unter verzeihlichen Hass mit Waffen zu seinen Freunden zurück. Und ähnliche Klöppse..
Der Grammatikteil war dann wieder leicht, aber dennoch bezweifele ich bestanden zu haben. Was mich interessiert ist, wie überhaupt das Bewertungssystem einer Lateinklausur aussieht? Wie gut sollte die Übersetzung sein, um auf drei Punkte oder mehr zu kommen?

Vielen Dank und sonnige Grüße vom Niederrhein!

melv0

Meine Ideen:
Man kann 15 Punkte erreichen. Logisch wäre es also, da der Text aus 6 Sätzen besteht, für jeden Satz 2,5 Punkte bekommen zu können. Aber da dieselben unterschiedlich lang und vom Niveau teils divergieren, glaube ich, dass dem nicht so ist. Also wird man wohl nach Fehlerpunkten bewertet..

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